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Abwassergebühr

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Zeit steht nicht still und immer wieder müssen wir uns auf Veränderungen einstellen. Selten wird es dabei einfacher und oft fällt es uns deshalb schwer das Neue zu akzeptieren.

Eine dieser Neuerungen ist die Aufteilung der vertrauten „Kanalgebühren“ in „Niederschlagswassergebühren“ und „Schmutzwassergebühren“, an der die Gemeindeverwaltung zurzeit arbeitet.

Warum machen wir das?

Darauf gibt es zwei ganz unterschiedliche Antworten. Beide sind richtig, und je nachdem, ob man nun für oder gegen die Einführung der neuen Gebühr ist, kann man sich seinen Grund für die Einführung aussuchen. Zum einen sind die Zeiten, in denen die Gerichte eine einheitliche Kanalgebühr aufgrund des verbrauchten Frischwassers akzeptierten, vorbei. Das für uns zuständige Verwaltungsgericht Kassel hat uns durch entsprechende Urteile dazu gezwungen, die Kanalgebühren künftig aufzuteilen. Wir haben also keine andere Wahl.

Richtig ist aber auch, dass die Verteilung der Kosten auf zwei verschiedene Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser viel eher den tatsächlichen Verhältnissen entspricht. Nicht nur Schmutzwasser muss entsorgt werden. Auch Niederschlagswasser abzuführen ist teuer. Die Kosten der Abwasserentsorgung werden also in Zukunft gerechter verteilt.

Nach Aufteilung auf die beiden neuen Gebühren werden wir unter dem Strich nicht mehr und nicht weniger Geld in der Gemeindekasse haben. Es handelt sich also nicht um ein Abkassieren durch die Hintertür. Allerdings wird es Gewinner und Verlierer geben. Wer viel Wasser verbraucht und wenig versiegelte Grundstücksflächen hat wird profitieren, geringerer Verbrauch bei großen versiegelten Flächen wird zu Mehrausgaben führen.

Künftig haben Sie also zwei Stellschrauben, wenn Sie Ihre Kosten für die Abwasserbeseitigung reduzieren wollen. Wie bisher hilft es auch künftig Wasser zu sparen und zusätzlich spart es in Zukunft Geld, wenn Sie Flächen entsiegeln oder Niederschlagswasser in Zisternen sammeln oder auf dem Grundstück versickern lassen. Ob sich das finanziell lohnt müssen Sie entscheiden, wenn Sie die mögliche Gebühreneinsparung mit den dafür notwendigen Investitionskosten vergleichen.

Die Informationen die Sie hier oder unter Downloads herunterladen können, sollen Ihnen das, was Sie rund um die neuen Gebühren wissen sollten, ein wenig näher bringen. Wenn Sie darüber hinaus noch Fragen haben, stehen wir Ihnen natürlich gerne für weitere Informationen zur Verfügung.

Zum Schluss noch eine große Bitte.

Wir wollen den Aufwand für die Gebührenumstellung so gering wie möglich halten. Deshalb haben wir bewusst auf teure externe Berater und Dienstleister verzichtet. Dafür wird die Arbeit in der Verwaltung natürlich stark zunehmen. Machen Sie bitte sich selbst und uns das Leben leicht, indem Sie uns Ihre Grundstücksverhältnisse rechtzeitig mit den Selbsterklärungsvordrucken melden.


Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Fred Dettmar

Bürgermeister